Motorradsaison 2021 – Rückblick

Schon wieder ist ein Jahr (fast) vorüber, und nachdem nun bereits Salz auf den Straßen liegt, ist die Motorradsaison 2021 definitiv vorbei. Temperaturen um die 0°C, Nässe und Kälte laden nicht mehr zu Touren ein. Auch wenn das Motorrad wie üblich über den Winter angemeldet bleibt: fahren werde ich dieses Jahr wohl nicht mehr.

Wichtigster Punkt, der anzumerken ist: keine Unfälle und Stürze dieses Jahr. Es ging wieder alles gut. Und auch von größeren Schäden, eigentlich von allen Schäden, blieb ich verschont. Dafür gilt es natürlich Danke zu sagen.

Daher bietet sich nun an, meine Motorradsaison 2021 Revue passieren zu lassen. Was sind die Themen, die meine Saison bestimmt haben? Für mich steht die Motorradsaison 2021 unter folgenden Themen:

Zahlen und Daten

Zuerst einmal hier die Zahlen und Daten zur Saison 2021, im Vergleich zur Vorsaison.

 2021VorjahrVeränderung
gefahrene Kilometer77526848+13,2%
getankte Liter377,86353,48+6,9%
Ø-Verbrauch pro 100 km in Litern4,875,16-5,6%
bezahlt für Benzin in €588,24439,88+33,7%
€/km0,0760,064+18,8%
Ø-Preis €/Liter1,5571,244+25,2%

Herauszuheben sind hier für mich der niedrigere Durchschnittsverbrauch sowie der Anstieg des Benzinpreises (und damit zusammenhängend der gestiegene Preis pro Kilometer).
Letzteres kann ich nicht beeinflussen, spiegelt den allgemeinen Verlauf wieder. Aber der niedrigere Durchschnittsverbrauch ist deutlich. Geht für mich auf zwei Faktoren zurück:
1. Wechsel von Harley auf BMW. Im letzten Jahr war die Harley noch erheblich an den Kilometern beteiligt, und
2. die Änderung der Gewohnheiten in Bezug auf Feierabend- und Tagestouren. Aber dazu unten mehr.

Wetter und nasse Straßen

Wie bereits auch bei der Gesamtkilometerleistung beim Radfahren merklich gilt dies auch für die Motorradsaison 2021: das Wetter war im Vergleich zum Vorjahr regnerischer. Frühjahr und Frühsommer war deutlich wechselhafter, weshalb ich auch immer wieder in Schauer gekommen bin, Touren abgesagt und verschoben habe oder auf nassen Straßen fahren musste.

Daher habe ich aber auch das Fahren auf nassen Straßen anders kennengelernt. Die BMW, in Verbindung mit den Metzeler Tourance Next Reifen, erzeugt ein deutlich besseres und sichereres Fahrgefühl auf nassen Straßen. Wo bei der Harley bereits der Grenzbereich begonnen hat, kann ich mit der BMW noch deutlich sicherer fahren. Daher bin ich auch viel gelassener auf nassen Straßen und deshalb auch eher bereit, bei fragwürdigen Wettersituationen zu starten.

Richtig getroffen hat uns das regnerische Wetter auf unserer Mehrtagestour.

Corona (immer noch)

Wie auch 2020 war diese Saison mitgeprägt von Corona. Nicht, dass das Motorradfahren verboten gewesen wäre. Aber anfänglich durch Beschränkungen in der Gruppengröße (1 Haushalt + X), dann durch Beschränkungen in der Gastronomie und letztendlich auch in der Hotellerie. Gruppenausflüge, Pausen, bei allem mussten die Corona-Regelungen beachtet werden. Die Regelungen zur Hotellerie haben dann auch, neben dem Thema Wetter, das Ziel unserer Mehrtagestour bestimmt. Ausland wurde durch die Beschränkungen zu aufwändig und zu riskant. Daher wieder eine Tour innerhalb Deutschlands.

Mehrtagestour

Wie oben bereits erwähnt war die Mehrtagestour 2021 überschattet von den Themen Corona und Wetter, sowie einem Schaden bei einem der Mopeds. Regen, der uns über die Tage begleitete, und der einige Tage später im Ahrtal zur Katastrophe führte, hat maßgeblich die Routenplanung vor Ort bestimmt. Und ich habe noch nie so schwere Regenfälle gesehen.
Das Ziel wurde ausgewählt wegen den Coronabedingungen in Gastronomie und Hotels. In Summe also für meinen Geschmack zu wenig Konzentration aufs Mopedfahren.
Trotzdem war es ein tolles Erlebnis, und die BMW hat ihre Vorteile voll ausgespielt. Hat auf jeden Fall Laune auf noch mehr Touren mit der BMW gemacht.

geänderte Gewohnheiten

An den Fahrleistungen und dem Durchschnittsverbrauch ist es ablesbar: die Fahrgewohnheiten haben sich dieses Jahr grundlegend geändert. Früher waren es eher kleine Touren nach Feierabend, in der näheren Umgebung, selten mit Sozia. Mit der BMW waren es doch öfters Tagestouren am Wochenende oder Touren über mehrere Stunden, in weiter entfernte Gegenden, und meist mit Sozia. Eindeutig auf den Tourencharakter der BMW zurückzuführen. 
Und es hat mir gefallen. Werde ich so beibehalten.

Kleinere Themen

Neben den großen Themen oben gab es auch kleine Themen, die mir aus der Saison 2021 bleiben werden:

Routenplanung und Navigation:
immer häufiger nutze ich die Routenplanung per Computer und Navigation per Smartphone. Auch das Tracking ohne Routing nutze ich häufig. Die ultimative Lösung habe ich dafür noch nicht gefunden, aber einige Lösungen, die in Summe alle Anforderungen erfüllen. Ein positiver Effekt der Routenplanung: ich bekomme schöne Motorradstrecken vorgeschlagen, auf die ich sonst nicht gekommen wäre.

Motorradjacke:
Nachdem meine Motorradjacke auf der Mehrtagestour und danach mehrfach Regen durchgelassen hat und ich durchnässt war, habe ich mir eine neue Jacke gegönnt. Erste Schauer hat diese Jacke gut abgehalten. Hoffentlich bleibt dies so.

Kommunikation:
früher eher als „Lone Wolf“ unterwegs und nur den Motor und Fahrwind als Geräusch habe ich seit diesem Jahr ein Kommunikationssystem installiert. Zum einen weil ich öfter mit Sozia fahre, zum anderen weil ich öfter an Gruppenausfahrten  teilnehme. Und ich möchte es nicht mehr missen. Gibt deutlich mehr Flexibilität auf der Tour. Man weist sich auf etwas hin, vereinbart Pausen oder verhindert, dass die Gruppe auseinander gerissen wird.

Fazit

Trotz wetter- und coronabedingten Einschränkungen war es eine tolle Motorradsaison 2021. Viele neue Strecken kennengelernt und mit der BMW immer besser zurecht gekommen. Auch das Fahren mit Sozia und/oder in der Gruppe ist eine tolle Sache. Eine Mehrtagestour mit Sozia ist für 2022 angedacht. 
Ich freue mich auf die kommende Saison, wünsche mir und allen anderen natürlich eine unfallfreie Saison und tolle Touren. Hoffen wir auf ein tolles 2022.

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