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BMW R1200GS – erstes Fazit

Mittlerweile habe ich die BMW nun genau einen Monat und bin schon die ersten 1000 km damit gefahren. Zeit also für ein kurzes Zwischenfazit.

a) Optik:
1:0 für die Harley. An die Optik der BMW muss ich mich noch gewöhnen. Ist stark „Ingenieurlastig“ und daher gewöhnungsbedürftig. Es gibt Stellen an der BMW, da fragt man sich, ob da jemals ein Designer draufgeschaut hat. Da war die Harley halt schon ein Augenschmeichler.

b) Verbrauch:
Der Benzinverbrauch hat sich bei um die 5 Liter/100 km eingependelt. Mal drüber, mal drunter. Tendenz leicht drüber Richtung 5,1. Die Harley hatte über alles ebenfalls einen Durchschnittsverbrauch von 5,1 Liter/100 km.
Ich hätte fast mehr erwartet bei der BMW. Gleich großer Motor wie die Harley (nominal 1200 ccm), aber mehr PS und Drehmoment. Muss ja irgendwoher kommen. Und ich bin schneller unterwegs. Vor diesem Hintergrund gesehen hat die Harley also etwas zu viel verbraucht, oder die BMW geht einfach besser mit dem Sprit um. Damit Gleichstand 1:1.

c) das Fahren:
ein ganz anderes Fahren! Das Fahrwerk erzeugt deutlich mehr Vertrauen, die Kurven können mit ganz anderen Geschwindigkeiten gefahren werden. Ohne ans Limit der Maschine zu kommen. Ich fahre locker um Kurven in einem Tempo, bei dem ich auf der Harley kalten Angstschweiß bekommen hätte. Ich sitze bequem, auch mit Sozia.
War auf der Harley ganz anders. Mit Sozia ein Graus, und auch ohne hat jede unebene Straße schnell das Limit des Fahrwerks aufgezeigt. Was für ein Unterschied. BMW geht damit 2:1 in Führung.

d) der Motor:
Kraftvoll und gutmütig. So würde ich ihn beschreiben. Man kann gemütlich zwischen 2000 und 3000 U/min dahinfahren, leise und trotzdem ohne holprigen Motorlauf oder Konstantruckeln.
Dreht man den Motor dann aber auf 3000 U/min und drüber, merkt man den Drehmoment und die Kraft. Sie schiebt geradezu vorwärts und katapultiert einen nach vorne. Herrlich.
Ein ganz anderes Verhalten als bei der Harley. Konstantruckeln und rauher Motorlauf bei niedrigen Drehzahlen, nach oben raus hat die Harley gebraucht, bis sie losgezogen hat.
Ein deutlich kultivierterer Motor der BMW. 3:1 BMW

e) Zuladung und Gepäck:
Auch wenn noch keine Mehrtagestour angestanden ist sehe ich schon jetzt den Vorteil bei Zuladung und Gepäck:
deutlich mehr Zuladung erlaubt (>200 kg) und auch die Unterbringungsmöglichkeiten an der Maschine sind besser. Vom Gepäckträger über das Staufach unterm Sitz bis hin zu den Seitenkoffern mit serienmäßigen Aufnahmen. Die Harley war bereits mit Sozia überladen. Und Unterbringung von Gepäck war immer ein Glücksspiel mit Zurrgurten. Ein Riesenvorteil der BMW. 4:1.

Fazit: ich bereue den Tausch bisher nicht. In allen Belangen bis auf Optik habe ich mich mit der BMW verbessert. Ich freue mich auf die kommende Saison und damit verbundene Touren, vielleicht auch mal Wochenendtouren zu zweit. Ist ja jetzt damit möglich.

Der Vollständigkeit halber erwähne ich hier auch noch die Anpassungen, die ich im ersten Monat an der BMW vorgenommen habe (siehe auch hier):

  1. der beim Kauf verbaute Gepäckträger des Adventure-Modells wurde gegen die Gepäckbrücke des Serienmodells getauscht.
  2. ich habe Kofferträger montiert für die Standard-BMW-Variokoffer.
  3. die Sitzbank wurde gegen eine niedrigere Sitzbank getauscht.
  4. ich habe das verkratzte Serienwindschild gegen ein Zubehör-Windschild getauscht.
  5. im Cockpit habe ich mir eine USB-Ladesteckdose eingebaut
  6. ich habe den Akrapovic-Auspuff gegen einen Serien-Endtopf getauscht

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