1 Jahr BMW R1200GS

Es ist nun 1 Jahr her, dass ich meine BMW R1200GS habe. Wie schnell doch die Zeit vergeht.
Gestern vor einem Jahr habe ich meine Harley abgegeben (siehe hier). Ein paar Tage später dann habe ich die BMW abgeholt (siehe hier). Zeit also, für ein Fazit nach einem Jahr des Umstiegs.

Die jährliche Kilometerleistung ist deutlich gestiegen. Waren in den Jahren zuvor um die 4000 Kilometer der Durchschnitt, habe ich mit der BMW nun bereits über 8000 Kilometer gefahren. Woran liegt’s?
Abgesehen natürlich von ein paar Kilometern, die ich aus Begeisterung über das neue Moped mehr gefahren habe und von der großen Mehrtagestour, die ich auch mit der Harley gefahren bin, sind es nun wohl die Tagestouren, die den Unterschied ausmachen. Früher waren es eher kleinere Runden am Feierabend in die nähere Umgebung, jetzt sind es meist Tages- oder Halbtagestouren über mehrere Stunden in die weitere Umgebung. Da kommen Kilometer zusammen.

Damit bin ich auch schon beim nächsten Punkt: Bequemlichkeit und Soziustauglichkeit. Bei der BMW bin ich meist mit Sozia unterwegs, mit der Harley früher eher alleine. Die Erwartung an die Soziustauglichkeit, mit ein Hauptgrund für den Wechsel, hat sich voll erfüllt. Es macht auf der BMW einfach Spaß, auch zu zweit. Auch über Stunden keine Ermüdungserscheinungen oder schmerzende Stellen. Für den Fahrer galt das auch auf der Harley, aber für die Sozia ist der Unterschied gewaltig.

Technik: bislang keine Probleme mit der BMW. Auch die Harley war problemlos. Soweit also keine Änderung. Aber bei Fahrdynamik und Verbrauch gibt es deutliche Unterschiede. Die BMW mit ihrer höheren PS- und Drehmomentleistung fährt deutlich dynamischer. Und auch ruhiger. Obwohl auch 2-Zylinder, sind die Vibrationen doch deutlich besser abgedämpft. Und die Boxer-Charakteristik hat auch ihren eigenen Reiz.
Trotz Mehrleistung verbraucht die BMW weniger Benzin. Momentan liege ich bei 4,9 Liter/100 km bei der BMW, die Harley schluckte 5,1 Liter/100km. Diesen geringeren Verbrauch beim Benzin gleicht die BMW aber leider wieder mit dem Motoröl aus. Musste ich bei Harley zwischen den Inspektionen (alle 8 tkm) kein Öl nachfüllen, fordert die BMW schon gelegentlich einen kleinen Schluck. Vor allem an heißen Tagen mit Autobahnetappen. Aber alles in einem vertretbaren Rahmen. Habe bei den bisher über 8000 gefahrenen Kilometern in Summe erst 0,7 Liter nachgefüllt. Vernachlässigbar.

„Optisch habe ich mich an die BMW gewöhnt.“ ist wohl die treffendste Formulierung für das Aussehen. Hier habe ich gegenüber der Harley sicher einen Rückschritt gemacht. Zu zerklüftet und zu technisch sieht die BMW aus, als dass man sie als nur Augenweide betrachten könnte. Im Gegensatz zur Harley würde ich sie mir jetzt nicht unbedingt ins Zimmer stellen. Aber ein Motorrad ist ja auch zum Fahren da und nicht als Kunstobjekt. Zumindest solange man nur eines davon hat.
Und mittlerweile habe ich doch ein paar optische Anpassungen vorgenommen, die das Bild verbessern, wie z.B. das Windschild oder der Gepäckträger. Ich kann also gut damit leben.

Damit kurzum: nach einem Jahr BMW R1200GS bin ich immer noch begeistert und habe den Umstieg nicht bereut.
Hoffe, die kommenden Jahre bleibt diese Begeisterung.

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