Elsass 2026
Kaum ein halbes Jahr ist es her, dass ich für ein Wochenende im Elsass war mit dem Motorrad. Über das lange Wochenende am 1. Mai 2026 ging es wieder dorthin. Was mich im Herbst 2025 so beindruckt hatte, wollte ich unbedingt auch mit meiner Frau erleben und ihr zeigen.
Der Wetterbericht sagt gutes Wetter voraus. Kurzentschlossen ging es also los, begleitet von einem befreundeten Paar.
Das Inhaltsverzeichnis liest sich daher gleich wie im Herbst: Anfahrt – Cols – Heimfahrt. Aber die Inhalte sind andere und unten zu lesen.
Als Unterkunft hatten wir uns für das „Grand Hotel Munster“ entschieden. Diesmal keine Etappenfahrt, sondern eine feste Übernachtung für 2 Nächte. Das Hotel war einfach aber gut, Parkplätze ausreichend vorhanden. Und ein angeschlossenes Restaurant für den entspannten Abend. Was braucht man mehr.
Die einzelnen Tage sind unten beschrieben. Wie gehabt sind die Karten verlinkt mit dem Planungstool kurviger zur Möglichkeit, sich die die Tourdaten dort herunterzuladen für die eigene Planung.
Inhaltsverzeichnis
- Tourtag 1: Anfahrt ins Elsass
- Tourtag 2: Rundtour über Cols, Cols, Cols
- Tourtag 3: es geht schon wieder heim
- Fazit
Tourtag 1: Anfahrt ins Elsass
Los ging es gemütlich am Feiertag Vormittag. 250 Kilometer vor uns, mit dem Ziel, am späten Nachmittag anzukommen.
Zuerst hieß es, raus aus Stuttgart. Wir wählen als ersten Abschnitt der Etappe die Autobahn A81 bis Rottweil. Aber wie erwartet: Baustellen und Feiertagsverkehr verlangsamen die Fahrt erheblich. Immer wieder stockt und steht der Verkehr.
Wir kämpfen uns also bis Rottweil durch und verlassen endlich die Autobahn.
Schöne Überlandstrecken erwarten uns, über sanft geschwungene Hügel. Durch St. Georgen steuern wir die Passhöhen Neueck und Escheck an.
Das Breisgau durchqueren wir vorbei an Waldkirch und Freiburg. Kurz vor der Grenze biegen wir ab ins Zentrum von Breisach. Mittlerweile gut warm gefahren brauchen wir eine kurze Kaffeepause.
Dann in den letzen Abschnitt, die Rheinebene im Elsass bis Munster. Keine fahrerische Delikatesse, lange Geraden, unterbrochen von Kreisverkehren. Wir sind froh als wir das Munstertal erreichen und die Vogesen vor uns sehen. Die Vorfreude auf den Folgetag steigt.
Das Hotel ist schnell gefunden. Wir werden bereits erwartet und erhalten 2 Appartements, mit direktem Parkplatz für die Motorräder davor. Was braucht man mehr. Nicht umsonst ein „Relais Motards“-Hotel.
Nach einem kurzen Spaziergang in die nahe Innenstadt von Munster bietet das dem Hotel angeschlossene Restaurant ein Barbecue-Buffet, das wir mehr als nur antesten. Gut gesättigt endet der Abend früh, mit freudiger Erwartung auf die Vogesenrundtour am kommenden Tag.


Tourtag 2: Rundtour über Cols, Cols, Cols
Am nächsten Morgen geht es bei bestem Sonnenschein los. Noch kurz etwas für unterwegs eingekauft und verstaut, schon sind wir unterwegs.
Erstes Ziel: Gedenkstelle auf dem Lingekopf. Nochmal die Dummheit der Menschen vor Augen führen im Angesicht des Schlachtfelds dort. Unglaublich.
Weiter dann über den Col de la Schlucht und ab Richtung Norden. Tolle Landschaften und beste Kurven begleiten uns.
Bei Le Bonhomme ändern wir die Richtung und drehen Richtung Osten. Kleine Straßen bis Orbey und dann zurück Richtung Munster.
Vor Munster geht es links ab, wir nehmen Kurs auf den Grand Ballon. Col du Firstplan und Col du Bannstein wollen noch bezwungen werden, ehe es auf den Grand Ballon geht. Dies tun wir nach einer kurzen Stärkung.
Über den Markstein geht es auf den Grand Ballon. Einiges los hier oben an einem schönen Samstag Nachmittag wie diesem. Nach einer Kaffeepause nehmen wir die restlichen Kilometer der Etappe unter die Räder. Unsere zweite Ankunft auf dem Markstein nehmen wir als Gelegenheit für eine weitere Pause, ehe es zurück nach Munster geht.
Nach einem guten Abendessen in einem Restaurant im Zentrum von Munster lassen wir den Abend auf der Terrasse unseres Zimmers ausklingen.




Tourtag 3: es geht schon wieder heim
Heute könnte es uns treffen. Gelegentlich Schauer sind angesagt.
Wir frühstücken ausgiebig und packen unser Gepäck aufs Moped. Dann kurze Pause wegen eines 10-minütigen Nieselregens.
Kaum ist der Regen um, die Straßen noch nicht mal richtig nass, geht es los nach Hause. Wieder durch den Schwarzwald. Allerdings auf einer etwas nördlicher gelegenen Route.
Wieder durch die Rheinebene geht es beim Kaiserstuhl über die Grenze. Den Kaiserstuhl rechts liegen gelassen fahren wir bei Bleichheim in den Schwarzwald ein. DUrch das herrlich zu fahrende Schuttertal werden die Hügel langsam steiler und höher.
Eine bewirtschaftete Naturfreundehütte neben der Straße im Wald lädt uns zu einer kurzen Pause ein, eher wir weiter fahren. Richtung Freudenstadt.
Nichts spektakuläres. Heimwegstimmung eben.
Als die Sonne nochmal hervorschaut sitzen wir uns in ein Café in Haiterbach, um die letzten Kilometer auf der Autobahn gestärkt hinter uns bringen zu können.
Es ist später Nachmittag, als wir in Stuttgart ankommen. Und gerade rechtzeitig vor dem angekündigten Regen.
Fazit
Wieder eine spontane Idee, wieder toll gewesen. Obwohl ein paar Streckenabschnitte mir schon bekannt waren, kam keine Langeweile auf. Das Elsass als schnell erreichbares Ziel präsentiert sich von seiner besten Seite. Fahrtechnisch teilweise durchaus herausfordernd und sehr abwechslungsreich.
Immer gerne wieder.



