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Dichtmilchmassaker

Es sollte eine gemütliche Runde im Frühjahr werden. Und wurde es letztendlich auch. Von Kirchentellingsfurt über Tübingen bis zum Kloster Bebenhausen und zurück. Bei herrlichstem Sonnenschein und angenehmen 20°C Temperatur gerade richtig für eine lockere Runde.

Aber zwischendurch dann doch ein Schreckmoment. Wieder dieses Gefühl an den Beinen, dass irgendetwas herumspritzt. Die Trinkflasche kann es nicht sein, habe ich doch nur Wasser ohne Kohlensäure drin.
Der Übeltäter ist schnell gefunden: aus dem Hinterrad spritzt wieder einmal Dichtmilch. Satteltasche, Hose, Beine und Fahrrad waren bereits über und über vollgespritzt mit Dichtmilch. Eklig klebrig und es hört nicht auf. Und wo passiert sowas? Natürlich an der entferntesten Stelle der Tour.
Während die Dichtmilch also ohne Unterbrechung weiter austritt, kreisen meine Gedanken schon darum, wie wir wieder zum Auto kommen. Oder das Auto hierher. Wie im Reflex drehe ich immer wieder das Rad. Auf dem Boden ist bereits eine deutliche Lache mit Dichtmilch zu sehen:

Dichtmilchmassaker
Dichtmilchmassaker

Was für eine Sauerei! Meine halbe Trinkflasche geht drauf für die Reinigung des Rads.
Aber offensichtlich hat die Dreherei am Rad etwas positiv bewirkt. Es läuft keine oder nur noch sehr wenig Dichtmilch aus. Der Reifen hat auch immer noch genügend Druck und ich entschließe mich, weiterzufahren.

Es geht. Ich spüre keine Dichtmilch mehr und eine kurze Sichtprüfung bestätigt: die Dichtmilch hat ihren Job getan und das Loch abgedichtet. Keine weitere Reparatur notwendig. Damit hat mir Tubeless eine weitere Panne erspart. Klasse.

Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass der Hinterreifen gut benutzt ist. Vielleicht mit ein Grund für die (Fast-)Panne. Ich werde ihn wohl bei Gelegenheit ersetzen. Ein neuer liegt schon bereit..


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